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Verkehr - Gesamtverkehrskonzepte optimieren und rascher umsetzen
Gesamtverkehrskonzepte optimieren und rascher umsetzen (FDPress 03-04) Von Jacques Blumer, Mitglied Planungskommission
Noch immer wartet der Bahnhofplatz auf seine Fertigstellung. Die Erteilung der Baubewilligung wurde durch Einsprachen verzögert und das Provisorium mit dem unfertigen Bahnhof dauert an. Schade, es müsste nicht sein.
Ich bin erstaunt, dass gerade die Grüne Freie Liste Worb, die sich sonst mit Vehemenz für ideale Voraussetzungen im öffentlichen Verkehr einsetzt, opponiert. Irgendwie kommen mir die derzeitigen Diskussionen um das Verbandsbeschwerderecht in den Sinn, das im Falle des neuen Stadions in Zürich wahrlich seltsame Blüten zu treiben scheint. Nun, Worb ist nicht Zürich, aber hier wie dort ist es eine Gruppe von Leuten, die aus der Verzögerungstaktik politisch Kapital zu schlagen versucht. Man ist dagegen, das ist populär. Jedes Projekt birgt Chancen und Gefahren. Hier meine Argumente zum neuen Bahnhofplatz:
Worb erhält einen neuen Platz, eine weitere Chance! Wo heute Schienen, Schotter und Abspannmasten dominieren, entsteht der neue Begegnungsort. Er wird nach allen Seiten offen sein, soweit nicht Niveaudifferenzen dies einschränken. Die Zugänge für Fussgänger, insbesondere von Norden her, werden eindeutig verbessert. Die Ortsmitte erhält mit Platz und «Raupe» ein neues Gesicht.
Aus der geplantenWendeschlaufe machte die RBS nie ein Geheimnis. Sie war bereits Bestandteil des Architektenwettbwerbs von 1999. Warum kommt erst heute der Widerstand? Dass damit der Verbund mit Bern Mobil einmal möglich wird und Worb wie Rüfenacht Teil des Berner Tramnetzes werden, ist eine grosse Chance. Auf Jahre wird ein optimaler Anschluss an den öffentlichen Verkehr sichergestellt. Ein Platz ohne Schlaufe wäre sicher einfacher zu gestalten. Aber Mischverkehr von Tram und Fussgängern ist nicht neu und wird in unserer Hauptstadt täglich vorgelebt.
Der neue Bahnhofplatz wird seine Funktion als zentrale Verknüpfungspunkt von verschiedenartigem Verkehr ideal erfüllen können. Die Postautos erhalten direkt vor dem Bahnhof Haltestellen mit Plattformen, die auch den behinderten Menschen das Einsteigen erleichtern. Die Vorfahrt mit dem Auto wird, getrennt vom anderen Verkehr, auf der Südseite zwischen Bahnhof und Papeterie Bener möglich bleiben. Nein, ein Platz mit Bäumen und Bänkli zum Verweilen wird er nicht werden. Über der Strasse beim Altersheim besteht ein solcher bereits, vom Bärenplatz nicht zu sprechen.
Jedes Projekt ist ein Kompromiss. Das Vorliegende macht ein Optimum aus der bestehenden Situation. Wir von der FDP setzen uns ein, dass die Verkehrskonzepte rasch umgesetzt werden. Der Bahnhofplatz ist ein Teil davon.
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