Worber Gemeinderätin Franziska Fritschy tritt zurück
Die Worber Gemeinderätin Franziska Fritschy hat an der Gemeinderats-Sitzung vom 26. April 2011 bekannt gegeben, dass sie per Ende Schuljahr, das heisst per Ende Juli 2011, zurücktritt. Franziska Fritschy begründet ihren Rücktritt mit folgenden Worten:
„Mein Rücktritt erfolgt in keiner Weise, weil ich genug von der Arbeit im Gemeinderat hätte oder genug von der Aufgabe als Vorsteherin des Departements Bildung. Im Gegenteil: Die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Sachgeschäften und die konstruktive Streitkultur im Gemeinderat erlebe ich nach wie vor als sehr spannend. Ich schätze mich auch glücklich, dem Departement Bildung vorstehen zu dürfen. Erachte ich doch die Förderung und Bildung unserer Kinder als eine der wichtigsten Aufgaben des Gemeinwesens.
Die Gründe für meinen Rücktritt aus dem Gemeinderat sind ausschliesslich persönlicher Natur. Nachdem sich mein Mann aus dem ordentlichen Berufsleben verabschiedet hat, ist es an mir, einen Schritt zu tun, um unsere Tätigkeiten besser in Einklang zu bringen und Projekte realisieren zu können. Kommt dazu, dass wir Ende letzten Jahres ein Enkelkind geschenkt erhielten. Seine Entwicklungsschritte würde ich ungerne verpassen.
Den Zeitpunkt für meinen Rücktritt erachte ich deshalb als günstig, weil im nächsten Schuljahr gemäss Bildungsreglement eine neue Bildungsstrategie erarbeitet werden muss. Mir ist es ein Anliegen, dass die künftige Vorsteherin oder der künftige Vorsteher des Departements Bildung bereits bei der Feststellung des Handlungsbedarfs und der Erarbeitung der Bildungsstrategie mitdenken und mitgestalten kann.“
Die FDP bedauert diesen Entscheid
Die FDP Worb hat den Rücktrittsentscheid von Franziska Fritschy mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde Worb verliert damit eine sehr kompetente, engagierte und erfolgreiche Politikerin.
Franziska Fritschy war seit 2004 Gemeinderätin und stand während dieser Zeit dem Departement Bildung vor. Hier hat sie grosse Erfolge erzielt:
Eröffnung der Tagesschule
Einführung der Mithilfe von Seniorinnen und Senioren im Schulunterricht
Institutionalisierung der Eltern- und Schülermitwirkung
Entwicklung eines Notfallkonzepts
Pilotprojekt Schulsozialarbeit
Definition der Ziele und Visionen für den Bildungsbereich in einem Bildungsleitbild
Erarbeitung und Umsetzung einer ersten Bildungsstrategie, die aufzeigt, welche Ziele in einem bestimmten Zeitraum mit welchen Mitteln erreicht werden sollen
Erarbeitung des neuen Bildungsreglements, welches nach einer heftigen Debatte im Jahr 2010 von den Stimmberechtigten mit grossem Mehr gutgeheissen wurde
Erarbeitung oder Erneuerung weiterer Bildungserlasse; Ausserkraftsetzen von 24 alten Erlassen
Umsetzung der neuen Bidungsstrukturen mit einer Bildungskommission und einer Geschäftsleitung der Schulleitungen.
Zuvor war Franziska Fritschy von 1996 bis 2003 Mitglied des Worber Parlaments. Von 1998 bis 2010 war sie zudem Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern.
Franziska Fritschy hat durch ihr tiefgründiges und lösungsorientiertes und stets äusserst engagiertes Wirken wesentliche Impulse für eine verantwortungsvolle und erfolgreiche Worber Politik geliefert. Die FDP entbietet ihr dafür grosse Anerkennung und Dankbarkeit.
Nachfolge offen
Für die Nachfolge von Franziska Fritschy steht Parlamentarier Ueli Emch an oberster Stelle der Liste. Ueli Emch äussert sich dazu wie folgt:
„Ich werde diese Ausgangslage genau analysieren und nach Rücksprache mit meiner Partei meinen Entscheid bekannt geben.“
Die Parteileitung wird in den nächsten Wochen die personelle Organisation diskutieren und danach die Öffentlichkeit informieren.
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